Die   Faszination   der   Weite,   des   Unerreichbaren   und   des   Sphärischen   schwingen   in den   Kompositionen   von   Belma   Bešlić-Gál   mit,   wenn   sie   langsam   aus   dem   Nichts hervortretende,    irisierende    „Klangorganismen“    schafft.    Die    zu    homogenen Klängen   verschmelzenden   Einzelteile   folgen   fernab   formaler   Strukturen   ihren eigenen    Gesetzen    der    kontinuierlichen    Veränderungen    und    setzen    mit    ihrem weder    beginnen    noch    enden    wollenden    Verlauf    das    gängige    Zeitempfinden außer    Kraft.    In    diesen    jenseits    der    alltäglichen    Wahrnehmung    liegenden Inspirationsquellen   und   den   daraus   geformten   neuen   Welten   findet   sich   auch Kritik        an        vorherrschenden        Umständen,        etwa        jene        an        den Nachkriegsgesellschaften   des   Westbalkans;   ihre   früh   gestartete   Laufbahn   als Pianistin   stärkte   zudem   ihre   „Abneigung   gegen   das   Konzert-Establishment   und die   etablierte   Aufführungspraxis“.   Mit   interdisziplinären   Werken,   die   die   in   der Musik   ausgedrückten   Vorstellungen   des   bisher   Ungehörten   verstärkten,   kämpft   sie mit subtilen Klangwelten gegen diese Konventionen an. Doris Weberberger http://www.musicaustria.at/magazin/artikel-berichte/belma-beslic-gal Biography:  EN   DEU